Olivier Guez liest aus Das Verschwinden des Josef Mengele (a. d. Französischen von Nicola Denis; aufbau)

Dolmetschung: Margret Millischer (Übersetzerin)
Deutsche Lesung und Moderation: Klaus Taschwer
1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979, nach dreißig Jahren Flucht, findet man die Leiche von Josef Mengele an einem brasilianischen Strand. Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich sofort zum Sensationsbesteller wurde, liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.

Olivier Guez, geboren in Straßburg, ist Autor und Journalist. Er arbeitete unter anderem für Le Monde, die New York Times und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Für das Drehbuch von Der Staat gegen Fritz Bauer erhielt er den deutschen Filmpreis. Olivier Guez lebt in Paris.

Klaus Taschwer studierte Soziologie, Politikwissenschaft (mit Schwerpunkt Wissenschaftsforschung) an der Universität Wien und dissertierte über die Popularisierung von Wissenschaft in Wien um 1900. Er ist Wissenschaftsredakteur bei der Tageszeitung Der Standard.

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In Kooperation mit Institut Français d'Autriche-Vienne.

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Olivier Guez © JF Paga-Grasset